Das Minolta 3.5/100 mm (nicht die Macro-Variante!) wurde bereits 1959 zusammen mit den ersten Minolta-SR-Gehäusen vorgestellt. Es gehört damit zu den klassischen Objektiven der ersten Minolta-SLR-Generation - zusammen mit den frühen 2.8/35 mm, 1.4/58 mm, 2.8/135 mm und 3.5/200 mm. Inwiefern sich die beiden Varianten des 3.5/100 mm mit unterschiedlichem Gewicht und leicht unterschiedlicher Länge auch optisch unterscheiden, ist mir nicht bekannt.

Am 24 MP Vollformat zeichnet die Optik schon bei f3.5 (Offenblende) bis in die Bildecken scharf, und die chromatischen Aberrationen sind gut kontrolliert. Abblenden verändert die Leistung nicht mehr wesentlich, abgesehen von einer gewissen Verbesserung des Mikrokontrastes. Die kleine und leichte Optik eignet sich somit sehr gut für den Einsatz an Kameras wie der A7 und der A7II.

 


MINOLTA 100mm 1:3.5 (5 Linsen / 4 Glieder)

 

Fassungen: SR-I (1959)
Minolta 100mm f35 MC MINOLTA 100mm 1:3.5 (5 Linsen / 4 Glieder)

 

Fassungen: SR-II (1965), MC-I (1966)

 

 

Zurück zum 100mm MC Tele Rokkor 1:3,5: Es ist recht kompakt und an der XM geradezu winzig. Die Abbildungsleistung ist abgeblendet sehr gut - offen wird es vielleicht etwas weich, was bei Portrait nicht schlecht sein muß. Aber ich habe es sehr gerne an einer SR-T, wobei dann komischerweise auch meine Motivwahl "retro" ist, wozu dieses Objektiv auch offen sehr gut paßt. Schwer zu erklären... Dieses Objektiv taucht verglichen mit dem 100/2,5 der verschiedenen Versionen recht selten auf. So eine Rarität wie das 100/2 ist es allerdings dann doch nicht. Da ich nicht davon ausgehe, daß mein 100/3,5er eine positive Ausnahme von der Serie ist, halte ich dieses Objektiv für zu Unrecht etwas unterschätzt.

fwiesenberg (www.mi.fo.de)