Das Minolta Fisheye 2.8/16 mm war im November 1969, als es angekündigt wurde, das lichtstärkste Fisheye überhaupt. Das 11-linsige Design ist so gut, dass es - mit kleinen Modifikationen bedingt durch neue Glassorten - sich immer noch im heute gebauten Sony AL 2.8/16 mm Fisheye findet. Auch die Minolta AF-Version hat dieselbe Optik. Last but not least wurde es längste Zeit auch in Leica-R-Fassung geliefert.

Das MC 2.8/16mm Fisheye kann am 24 MP Vollformat gut genutzt werden. Leichte Schwächen bei der Eckschärfe werden durch Abblenden auf f5.6 weitgehend beseitigt; die optimale Leistung erhält man bei f8 und f11.

Zwischenzeitlich - in der MD-III-Variante nämlich - lieferte Minolta allerdings eine vereinfachte, kleinere und wohl auch leistungsschwächere Rechnung mit nur 10 Linsen. 

 

Minolta 16mm f28 Fish MC-X Minolta 16mm f28 Fisheye MC-X pic  

MINOLTA 16mm 1:2.8 FISHEYE (11 Linsen / 8 Glieder)

 

Fassungen: MC-II (1969), MC-X (1973), MD-I (1977), MD-II (1978)
Minolta 16mm f28 Fish MD-III

MINOLTA 16mm 1:2.8 FISHEYE (10 Linsen / 7 Glieder)


Fassungen: MD-II (1980), MD-III (1981)

 

 

Das elflinsige 16-mm-Vollformatfischauge hingegen ist bis heute unübertroffen. Das heutige AF Fish-eye 1:2,8/16 mm enthält immer noch denselben Linsensatz wie einst sein MC-Urahn von 1970.

Olaf, www.mi-fo.de

 

Die elflinsige Optik des MC 16 mm ist identisch zur frühen MD-Version und auch zur aktuellen AF-Version. Dasselbe Objektiv ist lange Zeit (heute noch?) auch als Leitz Elmarit-R erhältlich gewesen; es gehört zu den drei Minolta-Objektiven, um deretwillen Leitz die Kooperation mit Minolta ursprünglich angestrebt hatte (16 mm, 24 mm, 80-200 mm; weitere folgten später). Zwischendurch gab es mal eine zeitlang eine etwas kompakter gebaute zehnlinsige Variante (späte MD-Version), doch die gilt als geringfügig schwächer. Die Vergütung späterer Versionen ist tendenziell besser, doch selbst die der frühesten Version ist schon so gut, daß das kein wirklich kaufentscheidendes Kriterium ist. Die Filtersätze haben sich im Laufe der Zeit geringfügig gewandelt. Ursprünglich gab es mittleres Gelb, mittleres Orange, KB12 (Wratten #80B) und neutral (als 1A bezeichnet). Bei späten MCs und frühen MDs gab's statt des mittleren nunmehr ein dunkles Gelbfilter; die übrigen blieben gleich. Beim Zehnlinser wurde dann das Orange- durch ein Rotfilter ersetzt (gut für S/W-Infrarot, schlecht für Farb-Infrarot und normales S/W), und das neutrale heißt nun Normal und nicht mehr 1A. Bei der aktuellen AF-Version schließlich gibt's nun wieder das gute alte Orangefilter; dafür ist das Gelbfilter entfallen und durch ein Konversionsfilter für Leuchtstoffröhren (FL-W) ersetzt worden.

Olaf, www.mi-fo.de

 

"Ich besitze die MD Version und war total überrascht. Ich hatte wegen der Fish-Eye-Charakteristik nicht viel erwartet und wollte es eher als Exoten haben. Die Abbildungsqualität ist jedoch so gut, dass ich es bestimmt häufiger einsetzen werde."

Zwincker, www.mi-fo.de

 

Very good correction of aberrations without light falloff (also wide open !). Great optical quality when stopped down to f5.6-f8. Good optical quality also at f2.8 (expecially on the center of the frame). Great mechanical costruction. A Minolta optical design shared with Leitz. A gem.

Mauro Placido

 

ROKKORFILES: Review