Das Minolta MD 3.5/24-35 mm ist ein ungewöhnlich kleines, leichtes und dennoch recht aufwändig gebautes Weitwinkel-Zoom, das ab 1981 geliefert wurde - das Canon 3.5/24-35 mm L etwa war mit rund 500 g Gewicht fast doppelt so schwer wie das Minolta-Pendant. 

Zumindest an 16MP APS-C kann  das Objektiv weder mit dem grösseren, schwereren und teureren MD 4/24-50 mm noch mit dem klassischen MC/MD 2.8/24 mm mithalten (unveröffentlichte Resultate); Tests am Vollformat stehen noch aus. 

 

Minolta 24-35mm f35 MD-III Minolta 24-35mm f35 MD-III pic MINOLTA 24-35mm 1:3.5 (10 Linsen / 10 Glieder)

 

Fassung: MD-III (1981)

 

Bei 35mm ist das Objektiv auch offenblendtauglich - mit leichten Einschränkungen was die Randschärfe angeht. Bei 24mm hingegen vignettiert es ziemlich, so daß sich ein Abblenden auf F8 anbietet. Dann sind auch die Randunschärfen erträglicher. Mein 24-35er ist auch ziemlich streulichtanfällig über den gesamten Brennweitenbereich, was aber auch an leichten Putzspuren auf der Frontlinse liegen könnte.
Auf jeden Fall hat mir die Streulichtempfindlichkeit schon ein paar Bilder versaut. Das ist mir mit den 24ern so nicht passiert. An Schärfe in Bildmitte, Kontrast und Farbdarstellung habe ich nichts auszusetzen. Zum Bokeh kann ich nichts sagen.

Das 24-35er ist regelrecht niedlich-klein und ziemlich leicht, was leider auf einen für meinen Geschmack zu hohen Plastikanteil bei der Konstruktion zurückzuführen ist. Eigentlich wollte ich das Objektiv gerade mal raussuchen --- aber ich habe es wohl irgendwo verbummelt, was eigentlich schon meine Verwendungshäufigkeit charakterisiert: Ich habe es zwei-dreimal benutzt (der Reiz des Neuen...) und seitdem fristet es ein "Schattendasein" in irgendeiner Alukiste.

Mein Gesamturteil: Man braucht es nicht wirklich, wenn man eine 24er Minolta Rokkor Festbrennweite oder das geniale 24-50mm Minolta Zoom hat.

fwiesenberg, www.mi-fo.de

 

Das MD Zoom 24-35 kenne ich nicht aus eigener Erfahrung -- doch die damaligen Testberichte legen allesamt nahe, daß es zwar recht ordentlich sei, aber leider nicht so gut wie das MD Zoom (Rokkor) 24-50. Letzteres habe ich selber und bin von seiner hohen Leistung begeistert. Auch die Gegenlichtempfindlichkeit ist verblüffend gering. Am kurzen Ende kommt es auf echte 24 mm (und nicht, wie bei vielen Zooms üblich, auf 24,5 mm oder 25 mm). Am langen Ende hingegen kommt es "nur" auf geschätzte 48 mm; es schafft nicht ganz dieselbe Brennweite wie die 50er (die tatsächlich 51,6 mm Brennweite haben).

Trotzdem: so ein Weitwinkelzoom ist nichts für Feingeister und Bildgestalter. Diese werden mit ein oder zwei Festbrennweiten glücklicher. Das Zoom ist ideal für schnelle, zupackende Echtzeit-Fotografie im Reportagestil, wenn einfach keine Zeit für Objektivwechsel ist, z. B. auf Partys, Hochzeiten, Veranstaltungen u. dgl. Es ersetzt also nicht das 24er und das 35er, sondern ergänzt diese.

O1laf, www.mi-fo.de

 

Ich habe beide Objektive, das 24-50 wie das 24-35. Wie schon geschrieben ist das 24-50 besser. Wenn ich ehrlich benutze ich aber beide nicht, ich binn dann lieber mit 24er und 50er unterwegs, ist ja nicht so das man für den Unterschied plötzlich einen Handwagen benötigen würde. Wenn aber ich das 24-35 benutzt, es passt halt besser zum 35-70. Die Abbildungsmängel lassen sich durch abblenden kompensieren und ganz so sschlecht wie von Frank geschildert ist sie dann doch nicht.

Ich möchte mal noch ein Objektiv in die Runde bringen, das Tokina AT-X 2.8/24-40, weil es das ist, das bei mir beide Minolta abgelöst hat. Es hat eine akzeptable Verzeichnung, zeichnet bis in die Ecken scharf einzig die Vignettierung ist beim 24-50 besser. Nachteil ist der große Filterfrontdurchmesser (72mm) und die leichte Streulichtempfindlichkeit.

Mark, www.mi-fo.de