Das Konica 2/35mm, das bereits um 1960 in einer Version für die legendäre Konica F SLR erhältlich war, gehört zusammen mit den Pentax-Takumaren 2.3/35mm und 2/35mm zu den frühesten lichtstarken Retrofokus-Weitwinkeln. Canon konnte erst ab 1963 mit einem R 2.5/35mm aufwarten; Nikon dann ab 1965 mit dem Nikkor 2/35mm, und Minolta sogar erst 1968 mit einem allerdings spektakulär guten und leicht lichtstärkeren MC 1.8/35mm. Letzteres basierte übrigens gemäss Minolta-Unterlagen auf den -Prizipien des Schneider Curtagon 2.8/35mm von 1958. Interessanterweise gleicht der Querschnitt des Nikkor 1.4/35mm zur Nikon F (1971) dem Konica AR 2/35mm in vielen Details.


Die Fassung des 2/35mm ist nur einen Millimeter länger als die des AR 2.8/28mm, mit dem es leicht verwechselt werden kann. Typisch für Konica AR-Objektive ist die eher schwergängige Fokussierung und der suboptimal konstruierte lendenring, der ebenfalls recht schwergängig zu bedienen ist und er sich zudem leicht unabsichtlich in der AE-Stellung verriegelt. Die meisten anderen Herstellen haben dies besser gelöst. Ansonsten ist die Fassung - ebenfalls typisch für Konica - sehr wertig ausgelegt und komplett aus Metall gefertigt (inkl. Blendenring). Die Fokussierung reicht (wie auch bei der lichtschwächeren f2.8-Variante) bis 0.3 m, ohne allerdings auf floating elements zurückzugreifen.

Verglichen mit anderen lichtstrarken 35mm WEitwinkeln schneidet das AR 2/35mm eher schlecht ab, solange man nicht auf einen ausgeprägten "Vintage-Look" Wert legt. Einzig das Nikkor 1.4/35mm - sogar in der letzten und am besten korrigierten Ais-Version - hät ähnlich Mühe mit Details, dies sogar bei f5.6. Fairerweise muss man aber sagen, dass das AR 2/35mm oder auch das Nikkor 1.4/35mm ihren Charakter vorzugsweise mit einem Schwarzweissfilm wie dem Kodak Tri-X zeigen. Legt man Wert auf beste Detailauflösung bei voller Öffnung, so ist man modernen (und ungleich schwereren) Konstruktionen oder allenflass auch den lichtschwächeren 2.8/35mm-Oejktiven aus den 1980er Jahren ungleich beser bedient.

Mein eigenes AR 2.8/35mm konnte icf vor einigen Jahren auf einem lokalen Flohmarkt für CHF 25.-- erwerben - einschliesslich eienr schlnen Konita Autoreflex T3! Üblicherweise wurden damals aber Preise im Bereich von CHF/EUR/USD 60-120.-- bezahlt. Heute (2021) muss man aber bei e-Bay mit USD 250.-- bis 500.-- rechnen.

 

 

The Konica Hexanon AR 2/35 mm is one of the earliest fast (f2) retrofocus wideangles. During the early 1960s, no one but Asahi/Pentax did build similar lenses (first a 2.3/35mm and later a 2/35mm). The Nikkor 2/35 mm came out in 1965, and the Minolta Rokkor 1.8/35 mm was following in 1968. It is interesting to note that the lens section of the Nikkor 1.4/35 mm (1971) looks very similar to the Hexanon AR 2/35 mm (the Rokkor 1.8/35 mm, widely seen as the best fast retrofocus wideangle of its time, has completely different origins; it was modeled after the Schneider 2.8/35 mm). 

The lens barrel of the AR 2/35 mm is well made; everything's metal, even the aperture ring. Typical for most Hexanon AR lenses, focusing is quite stiff, and the aperture ring is a pain to use - especially if you compare it to the conteporary Minolta and Leica designs.

It seems that the basic optical construction of the Hexanon AR 2/35 mm was never changed between 1960 and 1985. As a result, the wide open performance of even the newest AR 2/35 mm lenses is rather mediocre: Its contrast is low, and there's a lot of "smearing" towards the corners. In other words: it is a typical 1960s lens with a lot of "character". To some extent, these characteristings remain visible even at f4 and f5.6.

A few years ago I bought my sample at a local flea market for a rather modest CHF 25.--, including a Konica T3 SLR. Usually, back then, about CHF/EUR/USD 60-120.-- were being paid, depending on the condition of the item. These days (2021) the price have gone up dramatically; usually sold lenses on e-bay are in th range of 250.-- to 500.-- USD.


Konica Hexanon AR 35mmf2 section Konica AR 35mmf2 Var III KONICA HEXANON 35mm 1:2                 
(9 Linsen / 7 Glieder)